Urteil zu Streaming-Seiten

Das Streamen von Filmen, welche illegal ins Netz gelangt sind, ist nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshof rechtswidrig. Mit einer Abmahnwelle ist aber nicht zu rechnen.

Wer bisher Filme auf Streaming-Websiten geschaut hat, bewegte sich in einer rechtlichen Grauzone. Das Urteil vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) vom 26.04.2017 sieht beim Streamen von Filmen, welche illegal hochgeladen wurden, eine Straftat.
Nutzer begehen dabei eine Urheberrechtsverletzung.

“Das Urteil kommt überraschend und betrifft neben den Nutzern der zahlreichen Film- und Serienstreamingportalen auch die Konsumenten von illegalen Bundesligastreams. In der Sache ging es zwar zunächst nur um einen externen Streamingplayer, schaut man sich die Urteilsgründe aber an, so lässt sich die Entscheidung auch den Abruf von Seiten wie kinox.to übertragen. Im Kern gehen die Richter davon aus, dass sich Nutzer immer dann illegal verhalten, wenn sie von der Rechtswidrigkeit des verbreiteten Streams Kenntnis hatten oder diese hätten haben müssen.”, Zitat des Medienanwalts Christian Slmecke in einem Blog zu diesem Urteil. Der zuletzt genannte Punkt lässt sich auf Streaming-Seiten beziehen, denn dort laufen teilweise Kinofilme, für welche man Eintritt zahlen müsste.

Laut Solmecke ist keine neue Abmahnwelle wie damals bei den Tauschbörsen zu erwarten, da Nutzer nur über ihre IP-Adresse verfolgbar sind und diese nur den Anbietern bekannt sind und oftmals nicht gespeichert werden. Allerdings kann es sein, dass die Polizei auf die Server Zugriff bekommt.

 

Weitere Informationen gibt es im Offiziellen Pressetext des EuGH

 

 

 

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